ETF-Sparplan-Rechner
Der Rechner zeigt, wie sich eine monatliche Sparrate bei einer festen jährlichen Rendite entwickelt. Eingaben sind Einmalanlage, Sparrate, Laufzeit, erwartete Rendite und die laufenden Kosten des Fonds.
So rechnet der Rechner
Von der eingegebenen Rendite zieht der Rechner zuerst die Kostenquote (TER) ab. Aus 7 % Rendite und 0,2 % TER werden 6,8 % pro Jahr. Diesen Jahreswert rechnet er in einen gleichwertigen Monatszins um: (1 + 0,068)^(1/12) − 1, das sind rund 0,55 % pro Monat.
Jeden Monat wächst der bisherige Depotwert um diesen Monatszins, danach kommt die Sparrate dazu. Die Rate wird also am Monatsende eingezahlt und verzinst sich erst ab dem Folgemonat. Die Einmalanlage liegt vom ersten Monat an im Depot. Das Diagramm zeigt für jedes Jahr, wie viel eingezahlt wurde und welchen Wert das Depot hat. Die Differenz ist der Zinseszinseffekt.
Rechenbeispiele
Alle Beispiele gehen von 200 € im Monat ohne Einmalanlage aus.
| Annahme | Eingezahlt | Endkapital | Gewinn |
|---|---|---|---|
| 20 Jahre, 7 % Rendite, 0,2 % TER | 48.000 € | 99.232 € | 51.232 € |
| 20 Jahre, 7 % Rendite, 1,0 % TER | 48.000 € | 90.688 € | 42.688 € |
| 20 Jahre, 5 % Rendite, 0,2 % TER | 48.000 € | 79.396 € | 31.396 € |
| 10 Jahre, 7 % Rendite, 0,2 % TER | 24.000 € | 33.859 € | 9.859 € |
| 30 Jahre, 7 % Rendite, 0,2 % TER | 72.000 € | 225.445 € | 153.445 € |
Zwei Dinge fallen auf. Die Laufzeit wirkt stärker als jede andere Eingabe: Von 10 auf 20 Jahre steigt das Endkapital von 33.859 € auf 99.232 €, also fast auf das Dreifache, bei doppelt so hohen Einzahlungen. Und Kosten wirken über lange Zeit deutlich: 0,8 Prozentpunkte mehr TER kosten nach 20 Jahren 8.544 €, nach 30 Jahren 30.542 €.
Die 7 % sind eine Annahme für das Beispiel, keine Prognose. Welche Jahresrenditen die großen US-Aktienindizes in der Vergangenheit für jedes Kauf- und Verkaufsjahr erzielt haben, zeigt das Rendite-Dreieck aus unseren Kursreihen.
Bei welchen Anlagen wirkt der Zinseszins?
Zinseszins entsteht, wenn Erträge im Depot bleiben und selbst Erträge bringen. Bei Zinsanlagen wie Tages- oder Festgeld sind das die Zinsen, bei Aktien und ETFs die Dividenden. Thesaurierende ETFs legen sie ohne Zutun wieder an, ausschüttende zahlen sie aufs Konto — dort wirkt der Effekt nur, wenn das Geld erneut angelegt wird. Kursgewinne sind kein Zinseszins, auch wenn sie sich im Depot ähnlich aufsummieren: sie hängen am Preis, nicht an einer Ausschüttung. Wie stark das über Jahrzehnte trägt, zeigt der Rechner oben; die deutsche Vorabpauschale greift bei thesaurierenden Fonds jährlich ein und ist in ETF-Steuern beschrieben.
Was der Rechner nicht abbildet
- Schwankungen. Die Rendite ist in jedem Monat gleich. Echte Kurse schwanken, und ein Einbruch kurz vor dem Ende der Laufzeit trifft das größte Kapital. Wie breit die Ergebnisse bei schwankenden Renditen streuen, zeigt die Monte-Carlo-Simulation .
- Steuern. Abgeltungsteuer beim Verkauf und die jährliche Vorabpauschale auf thesaurierende Fonds sind nicht abgezogen. Die Vorabpauschale lässt sich mit dem Vorabpauschale-Rechner abschätzen.
- Inflation. Alle Beträge sind nominal. Was 99.232 € in 20 Jahren an Kaufkraft haben, zeigt der Realrendite-Rechner .
- Ordergebühren. Viele Broker führen Sparpläne kostenlos aus, manche nicht. Solche Gebühren sind in der TER nicht enthalten. Was ETF-Kosten insgesamt ausmacht, erklärt der Artikel zu ETF-Gebühren .
- Ausschüttungen. Der Rechner geht davon aus, dass Erträge im Fonds bleiben und mitwachsen. Bei ausschüttenden Fonds gilt das nur, wenn die Ausschüttungen wieder angelegt werden.
Wie aus dem angesparten Kapital später eine monatliche Auszahlung wird, rechnet der Entnahmeplan-Rechner .




