Rohstoffpreise aus Terminkontrakten
Rohöl, Benzin, Heizöl und Industriemetalle aus den Front-Month-Futures.
Was hier notiert ist
Rohöl, Raffinerieprodukte und Kupfer, jeweils aus dem Front-Month-Future. WTI und Brent sind zwei verschiedene Referenzen. WTI wird im Binnenland der USA bepreist, Brent ist die seeverschiffte Nordseesorte, an der sich der größte Teil des Welthandels orientiert. Benzin und Heizöl sind Raffinerieprodukte; ihr Aufschlag auf das Rohöl bewegt sich eigenständig, und in Zeiten knapper Raffineriekapazität stärker als der Rohölpreis selbst.
Der Chart ist nicht die Rendite
Eine Rohstoffanlage verdient selten genau diese Preisänderung: Die Position muss vor Verfall in den nächsten Kontrakt gerollt werden. Ist der teurer, kostet das Rollen Geld, ist er billiger, bringt es welches. Über ein Jahr ist das oft mehr als die Preisbewegung selbst. Am Rolltag liegt zwischen altem und neuem Kontrakt deshalb ein Preisabstand, den niemand gehandelt hat. Die Reihe ist dort mit diesem Abstand rückwärts verkettet: Jede Tagesveränderung ist die eines einzelnen Kontrakts, der jüngste Kurs ist der echte Settlement-Kurs, ältere Punkte liegen um die aufgelaufenen Rollabstände neben dem damals notierten Preis.
Was sie treibt
Angebotsseite: Förderentscheidungen, Wetter, Sanktionen, Transportwege. Nachfrageseite: die Konjunktur. Kupfer gilt deshalb als Konjunkturbarometer, denn es steckt in Bau, Netzen und Fahrzeugen. Mehr zur Rolle im Depot steht in Rohstoffe im Portfolio .
Rohstoffe im Verlauf
Rohstoffe
| Name | Kurs | Veränderung 1M |
|---|---|---|
| WTI-Rohöl | 91,85 | -4,4 % |
| Brent-Rohöl | 104,72 | +3,5 % |
| Kupfer | 6,69 | -2,9 % |
| Benzin | 3,30 | +2,6 % |
| Heizöl | 4,74 | -1,3 % |