Ausschüttungs-Portfolio-Rechner
Der Rechner beantwortet eine Frage: Wie viel Kapital braucht ein Portfolio aus ausschüttenden ETFs, damit es bei einer bestimmten Ausschüttungsrendite einen gewünschten Jahresbetrag abwirft? Eingaben sind die gewünschte Ausschüttung und die Rendite.
So rechnet der Rechner
Das nötige Kapital ist die Wunsch-Ausschüttung geteilt durch die Ausschüttungsrendite. 12.000 € im Jahr bei 3 % Rendite verlangen 400.000 €.
Für die Netto-Werte setzt der Rechner die deutsche Besteuerung von Aktien-ETFs an: 26,375 % Abgeltungsteuer einschließlich Solidaritätszuschlag, angewendet auf 70 % der Ausschüttung. Die übrigen 30 % bleiben als Teilfreistellung steuerfrei. Daraus ergibt sich eine effektive Belastung von rund 18,5 %. Die Zeile „Portfolio für Netto-Auszahlung“ zeigt, wie groß das Kapital sein muss, damit der Wunschbetrag nach dieser Steuer ankommt.
Rechenbeispiele
| Wunsch pro Jahr | Ausschüttungsrendite | Kapital brutto | Kapital für den Betrag netto |
|---|---|---|---|
| 6.000 € | 3 % | 200.000 € | 245.286 € |
| 12.000 € | 2 % | 600.000 € | 735.858 € |
| 12.000 € | 3 % | 400.000 € | 490.572 € |
| 12.000 € | 4 % | 300.000 € | 367.929 € |
| 24.000 € | 3 % | 800.000 € | 981.144 € |
Die Rendite hebelt das Ergebnis stark. Ein Prozentpunkt weniger, also 2 statt 3 %, erhöht das nötige Kapital um die Hälfte. Von 12.000 € Brutto-Ausschüttung bleiben nach Steuer 9.784 €.
Worauf die Rechnung beruht
- Die Ausschüttungsrendite ist eine Momentaufnahme. Sie ist die Summe der Ausschüttungen der letzten zwölf Monate im Verhältnis zum aktuellen Kurs. Fällt der Kurs, steigt die Rendite rechnerisch, ohne dass mehr ausgeschüttet wird. Unternehmen kürzen Dividenden in Krisen auch.
- Kursentwicklung fehlt. Der Rechner betrachtet nur Ausschüttungen. Ob das Kapital selbst wächst oder schrumpft, bleibt offen. Eine hohe Ausschüttungsrendite sagt nichts über die Gesamtrendite aus.
- Sparerpauschbetrag, Kirchensteuer und Günstigerprüfung sind nicht berücksichtigt. Der Pauschbetrag von 1.000 € (Zusammenveranlagung 2.000 €) senkt die tatsächliche Steuer, Kirchensteuer erhöht sie.
- Nur Aktien-ETFs. Für Anleihe- oder Mischfonds gelten andere Teilfreistellungen. Die Einzelheiten stehen im Artikel zur Besteuerung von ETFs .
Wie Dividenden-ETFs aufgebaut sind und warum sie oft auf wenige Branchen konzentriert sind, beschreibt der Artikel zu Dividenden-ETFs . Ob ein Depot mit regelmäßigen Entnahmen statt Ausschüttungen länger reicht, lässt sich mit dem Entnahmeplan-Rechner durchspielen.
Weitere Rechner und Werkzeuge stehen in der Werkzeugübersicht.
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