Startup-Screener: junge KI-, Blockchain- und Defense-Unternehmen
Der Screener sammelt junge, nicht börsennotierte Unternehmen aus drei Technikfeldern: künstliche Intelligenz, Blockchain sowie Verteidigung und Drohnen. Grundlage sind ausschließlich amtliche Veröffentlichungen. In den USA meldet ein Unternehmen, das privat Kapital aufnimmt, das binnen 15 Tagen der Wertpapieraufsicht SEC. Dazu kommen Forschungsaufträge der US-Behörden an kleine Firmen (SBIR). Für Deutschland gibt es keine vergleichbare Meldung. Hier stehen kleine und mittlere Unternehmen, die in diesen Feldern EU-Förderung erhalten. Wer außerdem US-Patente erteilt bekam, trägt deren Zahl.
2.853 Unternehmen, davon 2.591 aus den USA und 262 aus Deutschland. KI 1.302, Blockchain 119, Defense und Drohnen 1.949. Stand der Quellen: Finanzierungsmeldungen bis 09.10.2026, US-Förderungen bis 27.08.2026, EU-Förderungen bis 01.10.2026.
| Unternehmen | Sitz | Feld (Grundlage) | Gegründet | Letzte Finanzierungsmeldung | Förderungen | US-Patente |
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Was in der Liste steht
- Finanzierungsmeldung (USA): Tag der letzten Meldung und der bis dahin verkaufte Betrag, so wie ihn das Unternehmen angibt. Die SEC prüft diese Angaben nicht.
- Förderung: SBIR-Aufträge der US-Behörden, EU-Forschungsprojekte aus Horizont 2020 und Horizont Europa sowie Projekte des Europäischen Verteidigungsfonds, jeweils mit dem Betrag für dieses Unternehmen.
- US-Patente: erteilte Erfindungspatente der letzten 52 Wochen, wenn der Inhaber denselben Rechtsnamen trägt.
- Feld und Grundlage: woraus sich KI, Blockchain oder Defense ergibt. Das kann das Thema einer Förderung sein, ein Programm wie der Verteidigungsfonds oder das US-Verteidigungsministerium, eine Patentklasse oder eine Wertpapierart. Folgt ein Feld nur aus dem Firmennamen, steht „nur Name“ dahinter; diese Fälle lassen sich ausblenden.
Ein Klick auf den Namen öffnet die einzelnen Vorgänge mit Datum und Betrag.
Wer als Startup zählt
USA: gegründet in den letzten zehn Jahren laut Meldung, oder die erste SBIR-Förderung liegt höchstens zehn Jahre zurück und die jüngste mit Feld höchstens drei. Ausgeschlossen sind Fonds und Fondsanteile, Personengesellschaften, Zweckgesellschaften für einzelne Beteiligungen sowie Meldungen nach einem Vorlagenmuster, das bei unseriösen Einreichungen auffällt. Firmen ohne Rechtsform im Namen bleiben in beiden Ländern außen vor, weil sich dahinter oft ein Einzelunternehmen unter dem Namen einer Person verbirgt.
Deutschland: kleine und mittlere Unternehmen nach der Definition der EU mit einem geförderten Projekt in einem der drei Felder, das in den letzten drei Jahren begonnen hat. Ein Gründungsjahr fehlt. Das Handelsregister darf nur einzeln eingesehen werden, nicht systematisch, und private Finanzierungsrunden sind in Deutschland nirgends frei veröffentlicht.
Was die Liste nicht zeigt
Die Liste zeigt vergangene, öffentlich gemeldete Vorgänge. Sie bewertet kein Unternehmen und nennt keine laufenden Angebote, keine Bewertung, keine Mindestbeträge. Sie verweist auch auf keine Plattform. Ob sich ein Unternehmen für eine Beteiligung eignet, lässt sich daraus nicht ablesen: Umsatz, Gewinn, Bewertung und die Bedingungen einer Finanzierungsrunde stehen in keiner dieser Quellen. Eine Beteiligung an einem jungen Unternehmen kann vollständig verloren gehen.
Grenzen der Daten
- Nicht jedes Startup meldet eine Finanzierung nach Regulation D, und nicht jedes erhält Förderung. Die Liste ist ein Ausschnitt dessen, was öffentlich ist.
- Beträge sind Selbstangaben zum Meldetag. Eine spätere Meldung derselben Runde ersetzt die frühere.
- Förderungen gehen auch an etablierte kleine Firmen, und nicht jede Forschung zu Drohnen oder Verteidigung ist Rüstung.
- Gleiche Namen sind kein Beweis. Patente werden nur bei gleichem Rechtsnamen zugeordnet, gleich lautende Firmen aus verschiedenen Bundesstaaten bleiben getrennt.
- Ein Feld aus dem Firmennamen ist ein schwacher Hinweis. Ein „AI“ im Namen macht noch kein KI-Unternehmen.
Wie Patentzahlen großer Börsenunternehmen aussehen, zeigt der Patent-Screener. Eine Übersicht des Bereichs steht unter M&A und Patente.
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